Freiwillige Feuerwehren der Gemeinde Bosau - Ostholstein

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Feuerwehren der Gemeinde Bosau Ostholstein

Bosauer Gemeindewehr unter Sollstärke

Bosauer Gemeindewehr unter Sollstärke

Hutzfeld. Eindeutige Einsatzzahlen lieferte der Gemeindewehrführer Andreas Riemke zur Jahresversammlung der acht Wehren in der Gemeinde Bosau. Mit 208 Mitgliedern, darunter auch 20 Frauen, ist die Sollstärke von 250 noch nicht erreicht. Dennoch bewiesen die Bosauer Kameraden 2011 mit zusammen 136 Einsätzen eine beachtliche Statistik.

Belastend seien Verkehrsunfälle, betonte Riemke. Die Wehren wurden zu fünf Unfällen gerufen und retteten sechs Menschen, bei einem Menschen kam jede Hilfe zu spät. Derartige Einsätze seien nicht nur für die Opfer, sondern auch für die Feuerwehrleute bedrückend und könnten zu außergewöhnlichen seelischen Belastungen führen. Daher empfahl der Gemeindewehrführer sich in solchen Fällen frühzeitig professionelle Hilfe zur Verarbeitung zu holen.

Zudem nahmen 14 Aktive bei Lehrgängen auf Landesebene teil und 77 ließen sich an der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Kreisverbandes Ostholstein in Lensahn schulen. Bei der Jugendwehr sind 28 Nachwuchskräfte, darunter zehn Mädchen, aktiv, die im vergangenen Jahr 312 Dienststunden leisteten. "Die Polizeistation Hutzfeld bleibt bestehen", verkündete Polizeioberkommissar Ralf Hoffschild in seinen Grußworten. Der Digitalfunk werde ab März 2012 eingerichtet. Die freudige Kunde toppte Bürgermeister Mario Schmidt mit der Mitteilung, dass die Gemeindevertreter der Neuanschaffung eines Löschfahrzeugs für die Wehr Bosau-Kleinneudorf im kommenden Jahr zugestimmt haben.

Olaf Ploog wurde von Rolf Willert vom Kreisfeuerwehrverband mit dem Schleswig-Holsteinischen Feuerwehr-ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Ploog trat 1970 in die Feuerwehr Neudorf ein und wechselte 1985 nach Hutzfeld-Brackrade. Dort war er 19 Jahre Kassenwart und war zudem Gruppenführer und Jugendwart. Andreas Jakubenko (Hutzfeld-Brackrade) wurde zum Brandmeister befördert, André Riemke (Thürk) zum Löschmeister, und Olaf Simon (Liensfeld-Kiekbusch) erhielt neue Schulterklappen des Oberfeuerwehrmannes. Mit der einstimmigen Wahl der 110 Mitglieder löste Heidi Vollbracht-Arendt Julia Kobrinski als stellvertretende Jugendwartin ab.

Quelle: SHZ  / Kerstin Ahrens

 

Feuerwehren in Ostholstein brauchen dringend Nachwuchs

Feuerwehren in Ostholstein brauchen dringend Nachwuchs

 

Ratekau - 2861 Einsätze gab es im vergangenen Jahr für die Feuerwehren im Kreis Ostholstein.

Trotz der leicht gestiegenen Gesamtmitgliederzahl von 5751 im Jahr 2010 auf 5782 in 2011 sorgen sich die Verantwortlichen des Kreisfeuerwehrverbandes Ostholstein um den fehlenden Nachwuchs. Während des Kreisfeuerwehrtages, an dem gestern 410 Feuerwehrangehörige und Gäste in der Møn-Halle in Ratekau teilnahmen, sprach Kreisbrandmeister Ralf Thomsen daher auch mahnende Worte. „Das Ehrenamt verliert leider immer mehr an Bedeutung in unserer Gesellschaft. Es fehlt an Verantwortungsbewusstsein und an der Einsicht, in der Freizeit uneigennützig und ehrenamtlich in der Gesellschaft zu helfen. Die Mitgliedergewinnung ist schwierig“, bedauerte er. Thomsen zeigte die Konsequenzen auf: „Jeden Morgen verlieren viele Freiwillige Feuerwehren ihre Einsatzfähigkeit und erlangen diese erst mit Einbruch der Dunkelheit zurück.“

Sorgen um den Bestand der Wehren macht sich auch Ostholsteins Landrat Reinhard Sager (CDU): „Ich möchte, dass nicht nur die Kirche, sondern auch die Feuerwehr im Dorf bleibt.“ Gemeinsam müsse für die gute Sache ganz viel Werbung betrieben werden. Sager berichtete von den Bauarbeiten, die beim Anbau der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Lensahn begonnen haben, und die in diesem Jahr noch beendet werden sollen, sowie von der bevorstehenden digitalen Alarmierung. Die ersten Einsatzkräfte sollen mit den Geräten noch im ersten Halbjahr dieses Jahres ausgestattet werden.

Malentes Bürgermeister Michael Koch betonte in seiner Funktion als Vorsitzender des Kreisverbandes Ostholstein innerhalb des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetags, dass sich alle Gemeinden der Verantwortung gegenüber ihren Wehren bewusst seien. Er bezeichnete die Jugendwehren in Ostholstein, die vor 50 Jahren gegründet wurden, als „Erfolgsgeschichte“. Im Namen aller Hilfsorganisationen dankte die DRK-Kreisvorsitzende Gräfin Henriette Platen von Hallermund für eine stets gute Zusammenarbeit, und Leitender Polizeidirektor Holger Dabelstein von der Polizeidirektion Lübeck rief den Feuerwehrangehörigen zu: „Auf Sie ist Verlass!“

Kreisjugendfeuerwehrwart Hartmut Junge freute sich über zwölf Jugendliche mehr bei den insgesamt 39 Jugendfeuerwehren im Kreis. Die Mitgliederzahl liegt jetzt bei 816. Er forderte von den Führungskräften, für die Jugendlichen einen „behutsamen und jugendgerechten Übergang von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung zu schaffen“. Der Jahresbericht des Kreisfeuerwehrverbandes weist insgesamt 2861 Einsätze in 2011 aus. Im Vorjahr waren es noch 3034. Platz eins in der Darstellung der aktiven Mitglieder im Verhältnis zur Einwohnerzahl nimmt mit 6,04 Prozent wieder die Gemeinde Bosau ein. Schlusslicht mit 0,52 Prozent ist die Stadt Neustadt.

Hohe Auszeichnungen gab es gestern für mehrere Persönlichkeiten. Das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold wurde den Gemeindewehrführern Peter Dornheim aus Stockelsdorf und Reinhold Mang aus Scharbeutz verliehen. Die Auszeichnung in Silber erhielten die Gemeindewehrführer Volker Schröder aus Lensahn und Kai Nagel aus Süsel sowie Propst Dr. Otto-Uwe Kramer aus Neustadt. Das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze wurde erstmals in Ostholstein vergeben an Uwe Brudniok aus Dissau und Gemeindewehrführer Dieter Klett aus Neukirchen/Oldenburg. Mit der Deutschen Feuerwehr-Ehrenmedaille wurde Claus Cablitz, Oberamtsrat der Stadt Neustadt, überrascht.

Von Christina Düvell-Veen

Quelle: LN-online

 


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