Einsatz 12.07.2013


Brackrade, 12. Juli 2013

 

 

Gegen 07.30 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Hutzfeld-Brackrade, sowie die Wehren aus Plön und Bösdorf alarmiert.  Die Leitung des Einsatzes oblag der Feuerwehr Hutzfeld-Brackrade, die als Erste am Unfallort eintrafen. Den genauen Anlass für diese Alarmierung entmehmen Sie dem nachfolgenden Bericht des OHA.

 

 

 

 

46-Jährige verursacht auf der L 306 zwischen Pfingstberg und Brackrade einen schweren Verkehrsunfall mit drei Verletzten

 

Steinbusch. Dieses Manöver endete mit einer Katastrophe: Eine 46-Jährige aus Seedorf (Kreis Segeberg) krachte gestern Morgen gegen 7.30 Uhr beim Überholen auf der L 306 mit ihrem VW Golf Kombi zwischen Pfingstberg und Brackrade frontal mit einem Ford Mondeo Kombi zusammen.

Der 44-jährige Ford-Fahrer aus Plön wurde dabei in seinem Fahrzeugwrack eingeklemmt. Die Feuerwehr hatte ihn gegen 8.15 Uhr herausgeschnitten. Dabei trennte sie mit einer Rettungsschere nicht nur das Dach ab, sondern setzte auch einen Spreizer ein, um die von der Pedalerie eingeklemmten Beine des Mannes zu befreien. Er kam nach Polizeiangaben mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen in die Kieler Uni-Klinik, die Golffahrerin mit gebrochenem Oberschenkel in die Eutiner Sana-Klinik. Ein Beifahrer im Ford kam mit leichteren Verletzungen davon, der 40-jährige Plöner soll sich selbst ins Krankenhaus begeben haben. Im Einsatz war auch der Rettungshubschrauber “Christoph 12″.

 

Der Unfall ereignete sich auf Höhe Steinbusch (Gemeinde Bösdorf), wobei die Golffahrerin in Richtung B 76 unterwegs war. Die Autos trafen sich jeweils auf der vorderen linken Fahrzeugecke. Der Aufprall war so heftig, dass bei dem Golf die Fahrertür aus der Verankerung gerissen wurde und beim Ford das linke Vorderrad abriss. Nach dem Zusammenstoß schleuderten die Autos von der Straße. Der Golf kippte mit der Front in den Straßengraben, der Mondeo rutschte ins Gebüsch. Da die Staatsanwaltschaft Kiel zur Klärung der Unfallursache einen Sachverständigen einschaltete, blieb die Straße gesperrt, bis dieser seine Arbeit abgeschlossen hatte.

Die Unfallfahrerin hatte zunächst einen Renault Clio überholt und wollte danach das Gespann einer Baufirma überholen. Zeugenaussagen zufolge war das missglückte Überholmanöver bodenloser Leichtsinn, denn es geschah in einer Kurve: “Ich konnte nichts sehen vom Gegenverkehr, sie wahrscheinlich auch nicht”, berichtete Finn Westensee, der den Clio steuerte. Der 20-jährige Hutzfelder, der den Clio steuerte, war gerade auf dem Weg nach Kiel zur Arbeit. Er selbst musste stark bremsen, um einen Aufprall auf den vor ihm bremsenden Mercedes Sprinter samt ausladendem Anhänger zu vermeiden. Die Frau habe zunächst ihn überholt, sei dann eingeschert, um sofort wieder auszuscheren. Dann habe es gekracht.

Sascha Prieß, Fahrer des Sprinters, hatte den überholenden Golf bereits im Rückspiegel gesehen. Als der Wagen auch ihn überholte, sah er den Unfall kommen: “Ich dachte, das kracht, da bin ich schon auf die Bremse gegangen”, berichtete der Segeberger. Doch es war zu spät. “Zehn Meter haben ihr gefehlt”, schätzte Westensee, der mit der Besatzung des Sprinters erste Hilfe leistete. Die Fahrzeugkolonne, die von einem schweren Lkw angeführt wurde, war laut Zeugen mit Tempo 60 bis 70 unterwegs. “Sie wird wohl 80 bis 90 gefahren sein”, schätzte Prieß. Sein Transporter wurde durch herumfliegende Trümmerteile ebenfalls beschädigt.

 

 

13. Juli 2013  Quelle:  OSTHOLSTEINER ANZEIGER