Majenfelde – Interessantes Aktuelles


Die Freiwillige Feuerwehr Majenfelde-Quisdorf freut sich über Zuwachs

Schon acht Neue für die Ortswehr

 

Die Freiwillige Feuerwehr hat im 81. Jahr ihrer Existenz den Kampf ums eigene Überleben aufgenommen – und ist auf der Siegerstraße. Gleich sechs potenzielle Kandidaten für den aktiven Dienst in der Wehr und ein „Wackelkandidat“ waren am Mittwoch zu einem lockeren Schnupper-Übungsabend ins Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrhaus gekommen. Ein Interessent musste sich wegen Krankheit abmelden.

„Ich bin fast erschlagen und hoch erfreut zugleich“, zeigte sich der 32-jährige Ortswehrführer Benjamin Blöcker überwältigt. Damit hatte sich die viele Arbeit am Ende doch gelohnt. Vier Quisdorfer und zwei Majenfelder wollen mitmachen. Ein Quisdorfer überlegt noch. Tamina Arendt wird in diesem Jahr aus der Jugendwehr zu den Aktiven der Ortswehr Majenfelde-Quisdorf stoßen. Die 17-Jährige übernahm am Mittwochabend bereits selbstbewusst den ersten Ausbildungsabschnitt. Ein am Mittwoch noch erkrankter Interessent steht, so Benjamin Blöcker zufrieden, in den Startlöchern.

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Jahreshauptversammlung 2016

Armin Penner neuer Ehrenwehrführer der Feuerwehr Majenfelde-Quisdorf

Ihren Jahresrückblick für das vergangene Jahr 2015 hielt die Freiwillige Feuerwehr Majenfelde Quisdorf am Freitag, den 5. Februar 2016. Ortswehrführer Benjamin Blöcker eröffnete die Versammlung in Anwesenheit des Bürgervorstehers Alfred Jeske, dem Bürgermeister der Gemeinde Bosau, Mario Schmidt, Mitgliedern der Ortswehr sowie Vertretern benachbarter Feuerwehren und Förderern. Es war ein Abend der Premieren, in den Grußworten des Bürgermeisters klang das Motto der Zusammenkunft an: „Ein Jahr Benjamin Blöcker, ein Jahr nach Armin Penner“. Die Bilanz der vergangenen 12 Monate – insgesamt positiv. Schmidt lobte in diesem Zusammenhang die stete und zuverlässige Arbeit der Wehren, deren Wertschätzung oftmals nicht auf Anhieb wahrgenommen würde. Er dankte allen Mitgliedern der Feuerwehr für die geleistete Arbeit und schloss mit den Worten: „Da wo es heiß wird geht ihr hin“. Alle Kameradinnen und Kameraden engagieren sich nach wie vor mit Leib und Seele in ihrem, dem Gemeinwohl dienenden Ehrenamt, so das Fazit. Für seine 40 jährige Mitgliedschaft in der Ortswehr wurde Armin Penner ausgezeichnet. Mit dem Tag dieser Jahreshauptversammlung wurde Penner zum Ehrenwehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Majenfelde-Quisdorf ernannt. Weiterhin dankte der neue Ortswehrführer dem Kameraden Richard Leide für 50 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit ebenso wie Rolf Behrens, der seit 40 Jahren mit viel Engagement dabei ist. Letztendlich wurde auch Werner Lembke für 20 Jahre Treue in der Wehr geehrt. Nach dem obligatorischen Grünkohlessen wurde der Tagesordnung Genüge getan. Nach dem Verlesen der Niederschrift der Jahreshauptversammlung des letzten Jahres folgte der Tätigkeits- und Kassenbericht. Die Kassenprüfer bescheinigten dem Kassenwart Ralf Behrens die ordnungsgemäße Führung der Kasse. Trotz gründlichster Prüfung, so der Kassenprüfer mit einem Schmunzeln im Gesicht, seien keine Fehler zu finden gewesen. Somit wurde der Wehrvorstand entlastet. Zu Kassenprüfern wurden Hauke Arend und Marco Radant gewählt. Es folgte der Tagesordnungspunkt Beförderungen. Ortswehrführer Benjamin Blöcker wurde zum Hauptlöschmeister 3 Sterne befördert. Wolfhard Gronau wurde zum Löschmeister ernannt. Letztendlich wurde Werner Lembke in die Ehrenabteilung überführt, worauf er reagierte und lächelnd sagte: „das hab ich ja dann auch geschafft“. Gegen 21.35 Uhr beendete der Ortswehrführer den offiziellen Teil der Sitzung.

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Fotogalerie 2016

 

 

Jahreshauptversammlung 2015

Der Wehrführer von Majenfelde-Quisdorf gab sein Amt an Benjamin Blöcker ab.

 

 LN vom 10. Februar 2015    Von Manuela Boller

Majenfelde – Er ist ein Feuerwehrmannaus Überzeugung, und das bleibt er auch. Nur anders. Nach 26 Jahren an der Spitze hat Armin Penner (55) das Amt des Wehrführers der Freiwilligen Feuerwehr Majenfelde-Quisdorf abgegeben. Einstimmig wurde der 30 Jahre alte Benjamin Blöcker zu seinem Nachfolger gewählt. „Die meisten sind wohl gekommen, um zu sehen, ob ich auch wirklich gehe“, begrüßte Penner die große Gästeschar mit dem ihm eigenen Humor. Schon vor zwei Jahren hatte er eigentlich das Amt in jüngere Hände abgeben wollen, was jedoch aus satzungstechnischen Gründen nicht möglich war. „Also musste ich nachsitzen“, meinte Penner, der seine Wehr nicht zwei Jahre lang führungslos sehen wollte. Am 31. März bei der Gemeindevertretersitzung ist seine Ära endgültig beendet. Der Brandmeister will dann in zweiter Reihe zum Wohle der Wehr wirken. Als Nachfolger des legendären Fritz Latendorf hat Penner diesem Amt seinen Stempel aufgedrückt. Immer voller Einsatz, aber auch nicht immer unumstritten. Mahnende Worte richteten daher manche Grußredner an Armin Penner. Die Quisdorfer Dorfvorsteherin Elke Sieck sagte: „Ich hoffe, du gibst deinem Nachfolger die Chance, zu Wort zu kommen. Es ist bestimmt nicht einfach, in die zweite Reihe zurückzutreten.“ Ostholsteins Kreiswehrführer Ralf Thomsen würdigte die 38 Jahre und 312 Tage aktiven Feuerwehrdienst, den Penner bisher geleistet habe, und bat mit einem Augenzwinkern: „Halte künftig den Mund, wenn Du nicht gefragt wirst.“ Noch sei es ja kein Abschied, sondern nur eine Wahl. Thomsen berichtete von einem Mitgliederzuwachs um 150 Personen, gerechnet auf die vergangenen zehn Jahre im Kreisgebiet, und vom „Knacken“ der 400 er-Marke beim Frauenanteil in den Wehren. Genau 400 weibliche Feuerwehrkräftewürden jetzt ihren Dienst leisten. Viel Lob für Einsatzwillen, Fleiß, Nachbarschaftshilfe und Kameradschaft gab es an diesem Abend für Penner. Eutins Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz schwärmte: „Versammlungen mit dir waren immer ein Erlebnis. Deine Beiträge, stets humorvoll, aber auch mit Ernst, werden wir vermissen.“ Eutins Gemeindewehrführer Heino Kreutzfeldt erinnerte an einen großen gemeinsamen Einsatz, den Großbrand des Eutiner Vosshauses, und überreichte eine Chronik des Geschehens. Bosau´s Gemeindewehrführer Andreas Riemke sprach für die sieben Ortswehren und die Jugendwehr: „In all den Jahren hat Armin Penner unendlich viel Zeit und Kraft in die Feuerwehr investiert, oft bis an die Grenzen der Belastbarkeit.“ 227 760 Stunden ganz genau habe er Dienst am Nächsten geleistet und seinem Nachfolger ein gut bestelltes Feld hinterlassen. Sorgen bereiteten Riemke die rückläufigen Zahlenbei der Jugendwehr von 25 auf 13 Mitglieder. Der neue Wehrführer Benjamin Blöcker dankte für das Vertrauen und hofft, dass die Zusammenarbeit mit den Dorfschaften Majenfelde und Quisdorf wieder Fahrt aufnimmt. Und Penner versprach am Schluss der knapp vierstündigen Versammlung, sich demnächst „auf die Zunge zu beißen“ und sagte: „Man sollte gehen, solange man gebeten wird, zu bleiben . . .“

A Penner 1

Die Ehrenspange für 40 Jahre treue Mitgliedschaft erhielt Löschmeister Günther Reimer (r.) vom scheiden-
den Armin Penner. Im Hintergrund beobachtet Gemeindewehrführer Andreas Riemke das Geschehen.