Jahrestreffen Gemeindewehren


Jahreshauptversammlung 2018

 

Am vergangenen Freitagabend trafen sich die Feuerwehren der Gemeinde Bosau zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung in der Fritz-Latendorf-Halle in Hutzfeld. Sichtlich erleichtert konnte ihr Chef Andreas Riemke die Beschlussfähigkeit der Versammlung feststellen, da von den 209 Blauröcken 110 anwesend waren und somit die Mindestzahl erreicht war. In seinem Rechenschaftsbericht hob Riemke hervor, dass in den acht Ortswehren der Gemeinde immerhin 23 Frauen Dienst verrichteten, was einem Anteil von knapp elf Prozent entspricht. Auf Sicht strebe er allerdings die Erhöhung des Frauenanteils auf zwanzig Prozent an, um die Einsatzbereitschaft insbesondere tagsüber zu verbessern.

Über die Ertüchtigung ihrer Ausrüstung konnten sich die Wehren Hutzfeld-Brackrade und Hassendorf freuen. Die Hutzfelder erhielten 2017 ein neues Einsatzleitfahrzeug während das alte Hassendorfer Löschfahrzeug gegen ein modernes ausgetauscht wurde. Insgesamt 78 Mal mussten die Bosauer Wehren im Jahre 2017 zu Einsätzen ausrücken. Das waren 21 mehr als im Vorjahr. Wesentlichen Anteil an dieser Steigerung hatten die Sturmtiefs Xavier und Herwart, die im Herbst übers Land fegten. Kritisch in diesem Zusammenhang beurteilte Riemke die Kommunikation mit der Regionalleitstelle Süd in Bad Oldesloe. Diese sei über Stunden nicht erreichbar gewesen, was die Einsatzbewältigung erheblich erschwert habe. „Hier muss zukünftig dringend Abhilfe geschaffen werden!“ so Riemke.

In die gleiche Kerbe schlug auch der Eutiner Gemeindewehführer Heino Kreutzfeldt in seinem auf Plattdeutsch gehaltenen Grußwort. Es könne nicht sein, dass das Land mangelhafte digitale Technik beschaffe und dann hoffe, dass die Feuerwehrleute mit Kreativität und Improvisationsgeschick die Defizite ausglichen. Die Feuerwehrkameraden und -kameradinnen seien ausschließlich für die korrekte Handhabung und Bedienung der Geräte verantwortlich. Im weiteren Verlauf betonte Andreas Riemke die gute Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung Bosau, forderte aber gleichzeitig auch für die Zukunft die Bereitschaft der politisch Verantwortlichen ein, die Vorgaben des Feuerwehrbedarfsplanes ernst zu nehmen und die darin enthaltenen Vorgaben umzusetzen.

Jugendwart Alexander Daum betonte in seinem Jahresbericht die gute Entwicklung der Jugendwehr in der Gemeinde. Insgesamt engagieren sich 31 Jugendliche in der Nachwuchswehr, davon seien acht Mädchen. Besonders stolz sei er darauf, dass die Bosauer Jugendwehr nach Neustadt die zweitgrößte im Kreis sei und damit eine wesentliche Säule für die Gestellung von Nachwuchs für die Ortswehren. Nach den Jahres- und Tätigkeitsberichten und den Grußworten von Bürgermeister Mario Schmidt, Manfred Wollschläger (CDU), Holger Marohn (FDP), Thomas Gerber von der Polizeistation und Torsten Behrmann (Johanniter) wartete auf den Gemeindewehrführer noch eine besondere Aufgabe.

Er musste den langjährigen Schriftführer Dr. Bernd Krützfeldt, der die Altersgrenze erreicht hat, aus dem aktiven Dienst verabschieden. Nach 39 Jahren als Schriftführer der Ortswehr Thürk und fünf Jahre in gleicher Funktion für die Gemeindewehr war jetzt Schluss. Zu seinem Nachfolger wurde mit großer Mehrheit Thomas Monsky, der ebenfalls zur Feuerwehr Thürk gehört, gewählt.

Zum Stellvertreter des Jugendwartes wählte die Versammlung Fabian Ingenillem von der Wehr Braak-Klenzau. Der ehemalige Wehrführer von Bichel-Wöbs-Löja, Karl-Heinz Ziech wurde für 40 Jahre, Tim Raese von der Wehr Majenfelde-Quisdorf für 20 Jahre Mitgliedschaft in der Wehr geehrt. Eine besondere Auszeichnung erfuhr der stellvertretende Gemeindewehrführer Michael Ziemann. Ihm wurde aufgrund seiner Verdienste um das Feuerwehrwesen im Allgemeinen und seiner Tätigkeit als Ausbilder an der FTZ (Feuerwehr technischen Zentrale) in Lensahn im Besonderen das Feuerwehrehrenkreuz des Landes Schleswig-Holstein in Gold verliehen.

Text und Bilder: Helmut Schröder

Alarmübung der Gemeindewehr Bosau

Thürk-Als am späten Dienstagnachmittag die Sirenen heulten, mussten die Angehörigen der Feuerwehren der Gemeinde Bosau alles stehen und liegen lassen und zur jährlich stattfindenden Alarmübung ausrücken. Als Übungsszenario hatte Gemeindewehrführer Andreas Riemke die Golfanlage in Thürk gewählt, auf der eine Lagerhalle aufgrund einer Explosion in hellen Flammen stand. Die vor Ort eintreffenden 104 Feuerwehrfrauen und– männer sahen sich einer angenommenen starken Rauchgasentwicklung gegenüber, was den Einsatz von 18 Atemschutzträgern erforderlich machte. Es galt, in der Halle eingelagerte Gasflaschen und Benzinkanister zu bergen sowie einen Dieseltank durch einen simulierten Schaumeinsatz zu kühlen. Vom Regenrückhaltebecken mussten unterdessen 900 m Schlauch zum Einsatzort verlegt werden.
Auch die Johanniter-Unfallhilfe aus Eutin war mit zwei Rettungsfahrzeugen am Einsatz beteiligt. Die Unfallhelfer hatten den Auftrag, eine Person, die unter eine Golfball-Sammelmaschine geraten war, medizinisch zu versorgen sowie ein bewusstloses Unfallopfer zu reanimieren. Am Ende der Übung zog Einsatzleiter Andreas Riemke eine durchwachsene Bilanz. Er bemängelte insbesondere technische Probleme durch die Alarmierung per Mobiltelefon und Alarmmelder. Den eingesetzten Übungskräften bescheinigte er hingegen einen umsichtigen und engagierten Einsatz. Etwas Wehmut herrschte allerdings bei den Hassendorfer Feuerwehrkameraden. Sie „verabschiedeten“ ihr in die Jahre gekommenes Tanklöschfahrzeug (TLF 8, Baujahr 1962) aus dem Dienst, es steht nunmehr zur Aussonderung an und kann im Internet ersteigert werden.

 

 

Mitgliederversammlung 2016

der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde  Bosau

 

Die diesjährige Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Bosau fand am Freitag, den 18. März 2016 in Hutzfeld statt. Für die Organisation, die Vorbereitungen, die Verpflegung und die Getränke zeichnete die Freiwillige Feuerwehr Thürk verantwortlich. Die Kameraden der Wehr samt weiblicher Begleitung sorgten für eine angenehme Atmosphäre. Erschienen waren 127 Kameradinnen und Kameraden. Auch die Jugendfeuerwehr war vollständig vertreten.

 Die turnusmäßigen Wahlen eines Gemeindewehrführers sowie seines Stellvertreters standen auf der Tagesordnung. Andreas Riemke und Michael Ziemann wurden in ihren Ämtern bestätigt. Befördert wurden Andreas Jakubenko (FF Hutzfeld-Brackrade) zum Oberbrandmeister; Mathias Junge (FF Hutzfeld-Brackrade) zum Löschmeister sowie Frank Mielke (FF Liensfeld-Kiekbusch) zum Brandmeister. Für seine 20 jährige Mitgliedschaft in der Wehr Hutzfeld-Brackrade wurde Löschmeister Norman Arendt ausgezeichnet. Löschmeister Marco Block (FF Braak-Klenzau) wurde für die 30 jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Brandmeister Ulf Jacobsen (FF Hassendorf) wurde mit dem Schleswig-Holsteinischen Feuerwehrehrenkreuz in Silber geehrt. Die Kameraden Löschmeister Torsten Westphal (FF Hassendorf) sowie Löschmeister Ernst-Günter Friederichsen (FF Liensfeld-Kiekbusch) erhielten das Schleswig-Holsteinische Feuerwehrehrenkreuz in Bronze.

 

 

 

Hohes Lob für Jugendwehr beim

Gemeindewehrtreffen 2014

 

Treffen der Gemeindewehr Bosau: Bürgermeister Schmidt würdigt menschliche Solidarität der Jugendlichen.

 

Mit 218 Aktiven und einem Frauenanteil von 10,3 Prozent in den acht Ortswehren der Gemeinde Bosau  zeigte sich Gemeindewehrführer Andreas  Riemke zwar zufrieden, sieht aber für die Zukunft Handlungsbedarf bei der Mitgliederwerbung. Nur mit mehr Frauen und einer guten Jugendarbeit bleibe die Einsatzstärke der Wehren gesichert, betonte Riemke beim Jahrestreffen der Gemeindewehr. In seinem Bericht brach der Gemeindewehrführer mit Blick auf politische Diskussionen eine Lanze für den Erhalt der Ortswehren, um den Brandschutz flächendeckend zu gewährleisten.

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